Massenproduktion und Profitorientierter Hundehandel

Die skrupellose Massenproduktion von Hunden sollte schon längst der Geschichte angehören, wenn man bedenkt, wie viele Berichte und Reportagen schon in Fernsehen und Zeitungen erschienen sind. Verschiedene Magazin haben sogar einen seitenlangen Bericht den profitorientierten Hundehändlern gewidmet und trotzdem kaufen noch immer Gutgläubige die armen Kreaturen, die von Geschäftemachern billig in Hinterhöfen produziert oder im Kofferraum über die Grenze geschmuggelt werden, um dann in sterilen Boxen ohne Beschäftigungsmöglichkeiten oder gar in Badewannen auf Interessenten zu warten.
Manche Welpen werden auch inoffiziell nach Deutschland eingeführt, um in der wichtigsten Lernphase ihres Lebens allein in Quarantäne zu sitzen. Verhaltensstörungen sind vorprogrammiert und auch Gesundheitsschäden durch Erbfehler, mangelndem Impfschutz oder falscher Ernährung keine Seltenheit. Es gibt welche die sich  “Züchter” schimpfen, die ohne Regeln vor sich hin vermehren und Hunde mit “Papieren” verkaufen. Auf diesen “Papieren” stehen oft Phantasienamen von Zuchthunden und -vereinen, und wenn man nach einer Zuchtordnung oder Vereinssatzung fragt, wird man nur auf später vertröstet.
Beängstigend ist auch der Trend, dass sich Massenzüchter, Hundevermehrer und Hundehändler als “autorisierte” Züchter ausgeben.
Als Hundevermehrer und Massenzüchter empfinde ich jeden “Züchter”, der mehr als 2 (meist moderne) Rassen züchtet und mehr als 4 Würfe einer Rasse im Jahr macht. Diese Menschen versuchen mit dem Verkauf von Hunden und meist dem dazugehörigen Zubehör Ihren Lebensunterhalt zu verdienen ähnlich den Hundehändlern.
So haben wir hier einen Eignungstest für sie zusammen gestellt den sie auch befolgen sollten zum eigenen Schutz für Sie und vor allem zum Wohle des Hundes.
Die ersten Fragen sollten lauten
Wie kaufe ich einen Hund?
Soll ich?
Darf ich?
Vor allem soll man eines nicht: ihn spontan kaufen, oder im Hundesupermarkt (der wie aus Zufall so “günstig” viele Rassen da hat), oder gar aus der Zeitung – mit der Frage wie bei einem Gebrauchtmöbel: Was soll er kosten?
Glauben Sie, dass diese auszugsweise und wenigen Erfahrungen übertrieben sind? Nein.
Stark untertrieben. Leider.
Nicht wenige Hundekäufer wären tierfreundlicher verfahren, hätten sie auf einen Hund verzichtet.
Als Züchter vor allem Hundeliebhaber wie wir es sind werden Wir mit den absurdesten Dingen konfrontiert.
Mehrere Leute mussten wir gleich am Telefon abwimmeln oder bei einem Besuch wieder wegschicken.Unglaublich, wenn nicht sogar meiner Meinung nach erschreckend mit was man konfrontiert wird: Ganztags berufstätig, von morgens 7 Uhr bis abends ca. 18 Uhr, mit 40-minütiger Mittagspause.

Ne – da läuft ja gar nichts!!!
Eine Dame fragte: „Können Sie den Welpen so lange noch behalten, bis er stubenrein ist?” Auf meine Frage hin, weshalb, meinte sie nur, sie hätte so teure Teppiche liegen….          Meine Güte, was will sie dann mit einem Hund?
Solche oder ähnliche Sachen erleben wir leider fast täglich. Es ist schon mehr als bedenklich, mit welcher Leichtfertigkeit sich die Leute einen Hund anschaffen oder wollen.
Das Schlimme ist nur, dass wir genau wissen, dass eine Abfuhr bei uns leider nicht bedeutet, auf einen Hund zu verzichten. Es gibt genügend Züchter, die überhaupt nicht nach den Lebensumständen fragen und einfach verkaufen. Es ist irgendwie aussichtslos …
Zurück zum Thema.
Wenn Sie sich bei der Rassenwahl nicht sicher sind suchen sie sich einen Züchter und besuchen ihn. Ein seriöser Züchter wird ihnen auch außerhalb der Welpenzeit, Einblicke in das Familienleben gewähren … Wir freuen uns immer sehr wenn wir das Engagement der Leute sehen wenn sie uns mit einem Besuch überraschen um mal reinzuschnuppern.
Wie erkenne ich einen guten Züchter?
Daran, dass ich einen Welpen vorbestellen müsste und nicht aus einem Supermarktangebot den “günstigsten” in den Warenkorb gelegt bekomme. Daran, dass er nicht einen Supermarkt an Rassen anbietet, sondern sich auf höchstens zwei verschiedene Rassen beschränkt. Dass der Züchter sich seine Käufer genauso verantwortungsvoll aussucht wie Wir ihn. Dass er mich spontan besuchen will, um meine Versprechungen auf Wahrheit zu überprüfen. Dass er mir Röntgenbilder über verschiedene Befunde wie HD, ED, OCD usw  und andere mögliche Erbkrankheiten der Elterntiere zeigt. Dass er die Hundchen nicht im adretten Wohnzimmer präsentiert, sondern bei ihrer leiblichen Mutter in einem Hundegerechtem Umfeld.
Ich bin beeindruckt, wenn der Züchter flugs zum Wurfstall geht und mich der Hundemutter mitsamt den Welpen in gewohnter Umgebung vorstellt. Noch besser: Wenn später der Hundevater vorgestellt wird. Wenn sich der Züchter Zeit nimmt und mir ein Loch in den kribbeligen Bauch fragt. Wenn ich mir nicht überredet vorkomme, sondern überzeugt.
Wer auf “Papiere” besonderen Wert legt, erhält auch Papiererne Werte, denn erstens werden auch die tollsten Papiere mit allen Signien auch von Großen Verbänden mit großen Namen (nachweislich) gefälscht, zweitens kommt es mir auf Zuchtgesundheit an, und die ist aus den meisten Papieren nicht ersichtlich, schon gar nicht nachweisbar. Drittens sind manche “Papiere” das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurden. Stempel, Daten, alles kann man fälschen. Leider kommt dies bei Hundezüchtern so oft vor, dass ich hier sehr nachdrücklich davor warnen möchte.
Im Zeitalter von Internet ist ja aber dank Google alles nachzuschaue. Schreiben sie sich den Züchterverband auf  heut zu tage besitzt jeder noch so winzige Verband ein Internetpräsenz wo Man alles nachschauen kann.
Die Zuchthunde müssen gechipt sein und auch auf den Untersuchungen muss die Chipnr. Eingetragen sein, also kann man sich die Nummer auch an Ort und Stelle abscannen lassen um zu überprüfen ob es sich auch um die Mutter oder den Vater handelt der einem gerade vorgestellt wird
Der Spruch : “Eigentlich wollte ich den Welpen behalten”, womit nur die Kauflust evtl nur angeregt werden soll, ist auch oft merkwürdig. Oder, “Ich habe nur noch den übrig, alle anderen sind bereits vergeben.” Vorsicht : Das ist entweder der Welpe, der übriggeblieben ist, den keiner wollte, weil der Züchter die besseren bereits vergeben hat, oder er hat die Wahrheit erzählt, jedoch ist das  “Nehmen Sie den!” ganz verdächtig, denn der Züchter trifft aus oft dubiosen Gründen die Vorwahl. Suchen sie sich Ihren Hund selbst aus und wenn es der letzte ist und der ihnen nicht zusagt dann ist das eben nicht ihr Hund. Schauen sie sich den Welpen genau an… Da muss Ihnen auch nichts peinlich sein …
Ein seriöser Züchter sagt zwar nicht so jetzt gehen wir mal den Welpen durch aber ist bestimmt gerne bereit mit Stolz sagen zu können : Schauen sie ruhig in den Mund oder riechen sie mal in die Ohren. Aber Vorsicht ein Hund sollte auch nach Hund riechen, wenn der Hund nach ^^Duschdas^^ oder sonstigen Pfelgeprodukten riecht, da wäre ich skeptisc
Denn wenn das Baby bei der Mama liegt, in diesem sauberen Körbchen, wieso muss es denn dann so früh gebadet werden :/
Wenn wir für unsere Hündinnen einen Wurf planen, nachdem ein gesunder Partner (auch von ihr!) ausgesucht worden ist, und nachdem wir genügend geeignete Familien gefunden haben, bis dahin müssen die neuen Welpen-Interessenten einen beinharten Charaktertest über sich ergehen lassen oder – es käme nicht mal dazu. Es sei denn, ich kenne die Leute vorher schon gut genug. Aber ich würde sie auch danach nie aus meinen fürsorglichen Klauen lassen.
Kaufen sie nicht aus Mitleid, damit machen sie sich und dem Hund keinen Gefallen.
Mit dem Wort “günstig” werden die Leute gelockt, die zweifellos teure Rassewelpen günstiger haben möchten. Doch “günstig” kann bei einem schlechten Züchter mit dubiosen Ahnentafeln oder noch dubioseren Zuchttieren für den Käufer sehr ungünstig werden.
Erhöhte Tierarztkosten sind nur ein Teil des kommenden Ärgers.
Tierheim
Einen Hund aus dem Tierheim zu holen, ist grundsätzlich aller Ehre wert. Solange die Tierheime voll sind, sollte man auf anderweitige Hundevermehrung verzichten. Eine radikale Ansicht, zu einseitig, denn was holt man sich da ins Haus?
Das sollte man sich Fragen
·    Wieso ist der Hunde dorthin gelangt?
Bei der Entscheidung, einen Hund aus dem Tierheim oder anderen Not-Organisation zu holen, sind Bedenken angebracht. Oft müssen die Tiere dem miserablen Halter weggenommen werden. Doch hier mehren sich die Probleme. Denn jeder Hund, der in eine weitere Hand gerät, ist eine weitere Verhaltensstörung aufgebürdet. Ein radikales, aber belegbares Urteil: Jeder Hund, der in ein Tierheim muss, hat automatisch eine Verhaltensstörung. Allein schon durch die Trennung von bisher Gewohntem, auch wenn es noch so mies war.
Merksätze: Auch Tierheime müssen ihre Asylanten wieder loswerden. Die Kenntnisse der Tierheimmitarbeiter über Hunde sind oft mangelhaft. Alten Hunden kann man zwar nur noch wenig beibringen, sie sind aber umso dankbarer für die letzen schönen Jahre. Dies ist wirklich ein Grund, wenn man “nur” einen Hund will. Mitleid ist ein falscher Kaufberater. Eine qualitativ hohe Muttertier-Welpen-Bindung und Prägung samt Betreuung kann nur bei verantwortungsvollen Züchtern erfolgen. Doch die sind rar. Denn Hundekauf bleibt Vertrauenssache.
Rüde oder Hündin oder mehrere?
 
In Grösse und Gewicht sind bei vergleichbaren Typen die Hündinnen in der Regel 5 bis 8 Prozent kleiner und zwischen 10 und 15 Prozent leichter als die Rüden. Erstellen Sie für sich und für Ihre Familie ein Profil nach Temperament, Aktivität, Platz- und Auslaufsituation, Körperkraft, Durchsetzungsvermögen und Leistungsanforderungen und übereinstimmende Charaktereigenschaften. Und vor allem Zeit. So stellen Sie Harmonie her und keine prinzipiellen Konflikte. Glauben Sie bitte nicht, dass ein Riesenhund gleich ein riesiger Verteidiger sei. Meist sind Riesen wie die Deutsche Dogge und der Irish Wolfhound Sensibelchen, und die Kleinen wie Terrier sind die Giftzwerge, wie bei Menschen auch J Doch die Körperkräfte von Hund und – im Wortsinne – Halter müssen zueinander passen.
Ich habe schon an anderer Stelle – bei den “Reizvollen Erklärungen” betont, dass eine Kastration – besonders bei Rüden – kein Ersatz für Erziehungs- oder Veranlagungsfehler (der letzte ist der seltenere Fall) oder gar eine Korrektur für unerwünschtes Verhalten sei.
Zurück zum Thema Hundehandel.
Man guckt in die Zeitungsanzeigen und findet Angebote. Wie geschickt: Gleich mehrere Rassen bei einem Züchter. Nix wie hin. Süss werden sie rausgeputzt, süss sind sie alle, wo doch das Herz ohnehin schon entschieden hat. Mitbezahlt wurden gefälschte Abstammungspapiere, gefälschte Impfdaten (falls er überhaupt geimpft wurde) und ein psychisch wie physisch erbarmungswürdiger Zustand. Meist zum Preis, den wirklich seriöse Züchter (mit nur einer, höchstens zwei Rassen) verlangen. Doch meist sind die Tiere nicht einmal aus eigener Zucht, sondern von befreundeten Un-Züchtern zugekauft.
Woran erkennt der Laie einen gesunden Welpen?
 
Er hat klare, glänzende Augen ohne Ausfluss und Verklebungen. Die Nase ist frei von Verkrustungen und Ausfluss. Man darf die Rippen nicht sehen, soll andererseits nicht aufgedunsen wirken. Das Fell soll glänzend und frei von Flöhen und Läusen, von Scheuerstellen oder Bakterien sein. Der Bauch darf nicht aufgebläht sein (eklatanter Wurmbefall!). Die Ohren müssen frei von strengem Geruch und Absonderungen sein. Zahnfleisch und Lefzen sollen rosa sein, die Zähne gemäss dem Alter in gutem Zustand. Der Afterbereich soll sauber sein. Der Welpe darf sich nicht ängstlich (eingeklemmter Schwanz) verdrücken.
Massentierhaltung und Profitorientierter Hundehandel wissenswertes vom Starkenbrunnen (1)